1. Träger und Leitbild der Einrichtung
1.1 Träger
Die Step Kids Kitas gGmbH ist anerkannter Träger der Jugendhilfe und seit 2012 im Bildungswesen im Elementarbereich aktiv. Die kooperierenden Schulen und ihre Offene Ganztagsschule verstehen wir als ein „Ort für alle Kinder“. Das Prinzip der individuellen Förderung und des partnerschaftlichen Miteinanders wird großgeschrieben. In unseren Ganztagseinrichtungen ist jede*r willkommen und wird in seiner*ihrer Individualität angenommen, akzeptiert und respektiert. Der Offene Ganztag erweitert den Lebens- und Lernraum der Kinder. Wir sorgen für gut vorbereitete Umgebungen, in denen die Kinder ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten ausprobieren, einen friedlichen Umgang miteinander lernen und Freizeitbeschäftigungen nachgehen können. Die Zusammenarbeit mit Lehrer*innen und außerschulischen Kooperationspartner*innen ist dabei ein wichtiger Faktor. Step Kids Kitas hat ein eigenes Kinderschutzkonzept, welches mit den Jugendämtern und Trägern der verschiedenen Städte abgestimmt wird. Wir arbeiten immer auch mit der öffentlichen Jugendhilfe zusammen.
1.2 Leitbild
Die UN-Kinderrechte sind die Grundlage unserer Arbeit. Die Kinderrechtskonvention ist ein Zeichen von Achtung und Verantwortlichkeit der internationalen Staatengemeinschaft gegenüber Kindern in aller Welt. Wir richten unsere Arbeit nach den entsprechend gesetzlichen Rahmenbedingungen des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen verbindlich aus. Die Persönlichkeit jedes einzelnen Kindes, unabhängig von seiner Herkunft, seiner Ethnie, seines Geschlechtes, seiner Religion und/oder einer Beeinträchtigung, wird geachtet. Wir stärken die Kinder und unterstützen ihr Selbstbewusstsein, sodass sie sich in ihrer Individualität erleben können und lernen, Akzeptanz, Rücksichtnahme und Hilfsbereitschaft für andere Menschen zu entwickeln. Das Miteinander zeichnet sich durch Offenheit und gegenseitige Wertschätzung gegenüber dem*r Anderen aus. Unsere pädagogische Zielsetzung beruht auf einer partizipativen und inklusiven Grundhaltung. Auf Basis dieser Grundhaltung beziehen wir Kinder frühzeitig in jeden möglichen Prozess ein. Sie erleben ihr Beteiligungsrecht, die Mitbestimmung und Teilhabe jedes*r Einzelnen in einer Gemeinschaft. Demokratisches Mitbestimmen ist eine Grundvoraussetzung, um Kinder an der Planung und Gestaltung von Angelegenheiten, die sie betreffen, teilhaben und mitwirken zu lassen. Unsere Einrichtungen stellen einen Teil der Lebenswelt der Kinder, die wir betreuen, dar. Im Mittelpunkt unserer Arbeit sehen wir jedes Kind in seiner Lebenssituation als Mitglied unserer Gesellschaft mit eigenen Rechten. Für diese Rechte setzen wir uns ein. Wir bieten in unseren OGS-Einrichtungen verlässliche Strukturen und Rahmenbedingungen. Sie sind Begegnungsorte für Kinder, ihre Familien und unsere Mitarbeiter*innen. Aus den stärkenorientierten Beobachtungen heraus begleiten und unterstützen die Pädagog*innen die Kinder individuell. Hierbei wird besonders auf die Bedürfnisse jedes einzelnen Kindes geachtet. Die Mitarbeiter*innen fungieren als Vorbild im Rahmen des Bildungsprozesses. Es ist unsere gesetzliche Verpflichtung, das Wohl des Kindes dauerhaft sicherzustellen und das Kind vor Gefährdung zu schützen. Wir nehmen eine besonders große Verantwortung im Bereich des Kindesschutzes wahr. Dazu arbeiten die Mitarbeiter*innen präventiv, indem sie das Recht des Kindes auf Mitbestimmung wahren, ihm Raum und Zeit für die Erkundungen seiner Bedürfnisse geben und ihm eine Stimme dafür verleihen, die eigenen Grenzen mitzuteilen. Darüber hinaus werden die pädagogischen Fachkräfte durch regelmäßige Schulungen oder Unterweisungen im Umgang mit unserem Kinderschutzkonzept und den damit verbundenen Verfahrensweisen fortgebildet.
2. Rahmenbedingungen der Einrichtung
2.1 Lage der Einrichtung
Wir bieten als Träger OGS-Angebote an Schulen in ganz NRW an. Wir wollen bevorzugt in den Kommunen OGS-Standorte betreiben, an denen wir schon als Träger mit unseren KiTas tätig sind. Wir können in vorhandenen Räumlichkeiten der Schulen, in nahegelegen Räumen oder von der Kommune gestellten Räumlichkeiten ansprechende OGS-Projekte für die Kinder der Grundschulen passgenau anbieten und umsetzen.
2.2 Raumkonzept
Als Träger von Kindertagesstätten können wir auf über zehn Jahre Erfahrung im Bereich der Raumgestaltung für Kinder zurückblicken und sind in der Lage, Räumlichkeiten für den OGS- Bereich altersentsprechend als eine lehrreiche und kreative Wohlfühlumgebung einzurichten. Die Räume sollen Orientierung, Struktur und auch gleichermaßen Geborgenheit geben.
Wenn es die Örtlichkeiten zulassen, halten wir folgende Räume für die OGS vor, in denen stets die situationsbezogenen Bedürfnisse der Kinder Raum und Platz finden:
- Werkraum
- verschiedene Gruppenräume, wenn möglich mit Küchenzeile
- Funktionsraum
- MZR/Turnhalle oder angrenzende Turnhalle
- Nutzung der Klassenräume
- Flur mit Schuhablage und Kleiderhaken
- Sanitäranlagen/WCs
- kleines Büro
- Außengelände mit Spielgeräten
2.3 Gruppenstrukturen
Die Kinder werden jahrgangsübergreifend betreut. Die Gruppenstärke variiert je nach Anmeldungen. Im Tagesablauf werden die OGS-Kinder für spezielle Angebote in altershomogenen Gruppen zusammengelegt, gemeinsam betreut und gefördert. Kinder der Schulen aus dem gesamten Einzugsgebiet können unsere OGS besuchen. Kinder aus dem „gesicherten Halbtag“ und „Ganztag“ werden dabei möglichst nicht getrennt.
2.4 Personalstrukturen
Das Team besteht aus Erzieher*innen, pädagogischen Fachkräften, Therapeut*innen, Hauswirtschaftskräften, Honorarkräften, Ehrenamtlichen und Praktikant*innen. Zusätzlich nutzen wir auch gerne je nach Standort Lehrerstunden, die zur Verfügung gestellt werden, die in der Hausaufgabenbetreuung, der Förderung oder im AG-Bereich eingesetzt werden und gemeinsam mit den Kräften der OGS ein Team bilden.
2.5 Fort- und Weiterbildung
- Einmal im Jahr veranstalten wir einen „Team-Tag“, den wir für eine interne Fortbildung, Arbeit an der Konzeption oder auch für Reflexionen nutzen
- regelmäßige interne kostenfreie Fortbildungen bieten wir über unseren Kooperationspartner akanova für alle FK und EK und auch Hauswirtschaftskräfte an
- Fachliteratur/Internet stehen jederzeit zur Verfügung
- Erste-Hilfe-Kurs
2.6 Betreuungszeiten
Je nach Bedarf und Wunsch der Schulen bieten wir verschieden Modelle der OGS-Betreuung an. Von Montag bis Freitag zwischen 7.00 und 16.00 Uhr sind die Betreuungsformen „Frühbetreuung“, „sicherer Halbtag“ und auch der „Ganztag“ abzubilden. Die Kernzeit der Betreuung liegt dabei zwischen 11.00 Uhr und 16.00 Uhr.
2.7 Ferienbetreuung und Schließtage
In den ersten drei Wochen der Sommerferien kann für die OGS-Standorte eine Ferienbetreuung angeboten werden. In den Herbst- und Osterferien sowie an den beweglichen Ferientagen wird ein Bedarf abgefragt und eine zusätzliche Betreuungsmöglichkeit angeboten. Somit bieten wir eine 8- wöchige Ferienbetreuung an. Ansonsten ist die OGS während der Schulferien geschlossen. Für die Ferienangebote werden im Vorfeld vom gesamten Team der Einrichtungen ein ansprechendes Programm und Konzept erarbeitet. Alle Mitarbeiter*innen der Standorte werden während der Ferienbetreuung eingesetzt. Einzelne Schließtage werden in Absprache mit den jeweiligen Standorten jährlich neu besprochen und individuell frühzeitig an die Familien kommuniziert. Auch Schließtage der Schule fangen wir mit einer Betreuung ab.
2.8 OGS-Beiträge
Die Familien verabreden in der Einrichtung ein Anmeldegespräch. Dieses Gespräch dient dazu, die Arbeit des Offenen Ganztags vorzustellen und Fragen zu klären. Eine Anmeldung ist jeweils für ein Jahr verbindlich oder wird mit dem Anmeldeverfahren der Stadt abgestimmt. Der monatliche Beitrag für die OGS ist einkommensabhängig und gestaffelt. Für das Mittagessen fallen zusätzliche Kosten an.
2.9 Mittagessen
Die OGS-Mittagsverpflegung wird an den verschiedenen Standorten individuell geregelt. Eine Betreuung ohne Mittagessen wird im Ganztag nicht angeboten. Die Kosten für das Mittagessen werden separat mit den Eltern abgerechnet. Das Mittagessen wird von der gesamten Gruppe gemeinsam eingenommen. Je nach Standort wird die Gruppe aufgrund der räumlichen Gegebenheiten in Teilgruppen aufgeteilt. Wichtig sind uns im Ablauf die Einhaltung bestimmter Tischregeln, das gemeinsame Tischdecken und -abräumen, der Umgang mit Besteck, eine ruhige Atmosphäre und das Sitzenbleiben, bis alle fertig sind. Es wird kein Schweinefleisch sowie kein Halal angeboten. Die Kinder können ihren Durst jederzeit mit Tee oder Mineralwasser an einer Getränkebar stillen.
3. Auftrag und Ziele der OGS
3.1 Auftrag
Die offene Ganztagsschule im Primarbereich ist für Familien und Kinder ein wichtiges Anliegen. Sie ermöglicht eine Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf, eine Öffnung von Schule im Sozialraum und Kooperation mit anderen Partner*innen, eine Verbesserung der Lehr- und Lernkultur und eine Chancengleichheit, insbesondere für bildungsbenachteiligte Kinder. Wir wollen die Kinder begleiten, die Familien in schulischen Belangen entlasten, jedoch nicht befreien, und den Kindern die Möglichkeit bieten, sich in ihren Schulleistungen zu verbessern. Damit die oben genannte Intention der Offenen Ganztagsschule erreicht wird, leiten wir daraus folgende Ziele für unsere pädagogische Arbeit ab: Wir unterstützen die Familien dabei, dass die uns anvertrauten Kinder zu selbstbewussten, verantwortungsvollen und sich sozial verhaltenden Persönlichkeiten heranreifen. Dabei sollen sich alle Kinder, gleich welcher Nation oder Religion, angenommen fühlen. Es ist uns wichtig, Werte wie Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit zu vermitteln und die emotionale Kompetenz zu fördern. Die Kinder sollen soziale Kompetenzen/Eigenschaften wie Fairness, Kompromissbereitschaft, Teilen, Helfen, Unterstützen, Rücksicht, Respekt, Freundschaft, Toleranz entwickeln. Des Weiteren sollen sie zu motiviertem und eigenständigem Lernen angeleitet werden. Dabei wollen wir die kognitiven Fähigkeiten fördern, wobei die Kinder ihre Stärken entwickeln und erkennen sollen. Bei Schwächen erhalten die Kinder Hilfestellung. Es wird den Kindern der Raum gegeben, ihre Fantasie und Kreativität auszuprobieren und ausleben zu können. Um diese Ziele zu erreichen, verbessern wir stetig unsere Arbeitsweisen und Konzepte. Dabei beziehen wir die Kompetenzen aller Mitarbeiter*innen mit ein. Die offenen Ganztagsangebote von uns als Träger sind generationsübergreifende Lebens- und Kommunikationsorte. Alle Kinder im Umfeld der Schule werden unabhängig von Leistung, kulturellem und sozialem Hintergrund oder Handicap aufgenommen und willkommen geheißen.
3.2 Pädagogische Ziele
Im Vordergrund unserer pädagogischen Arbeit liegen das gemeinschaftliche Lernen, Leben und Spielen der Kinder. Sie sollen Akzeptanz anderen Kindern gegenüber entwickeln und in einem gemeinschaftlichen Leben miteinander zurechtkommen. Unter Beachtung der Individualität der einzelnen Kinder, fördern wir die sozialen Kompetenzen in den verschiedenen Bereichen. Ebenso ist die Vernetzung zwischen Schule und OGS sowie anderen Trägern und Organisationen, Jugendamt und Jugendhilfe, ein wichtiger Bestandteil unseres Alltags. Die Betreuung dient dazu, das Kind individuell zu fördern und zu stärken. Dabei werden Regeln beim Spiel, beim Mittagessen, bei der Erledigung von Hausaufgaben und in den spezifisch pädagogischen Angeboten eingeübt und auf deren Einhaltung geachtet. Die Kinder erfahren Akzeptanz, werden ernst genommen und entscheiden mit über gemeinsamen Regeln, den Rahmen sowie die Struktur der Einrichtung. Sie werden in ihrer Selbständigkeit gestärkt und nehmen an gemeinsamen Planungen und Unternehmungen im Alltag sowie in der Ferienbetreuung teil. Sie lernen Verantwortung zu übernehmen und erfahren ein hohes Maß an Gleichberechtigung und Partizipation.
3.3 Sechs Säulen
Wir als Träger zeichnen uns durch sechs Säulen aus, die in unseren Einrichtungen umgesetzt werden und unser Leitbild unterstützen. Diese Säulen verstehen wir als Eckpfeiler unserer pädagogischen Arbeit und ihrer Weiterentwicklung.
3.3.1 Räume
Unser Raumkonzept lädt die Kinder zum Entdecken, Bewegen, Experimentieren und Ausruhen ein. Unsere Räume ermöglichen sowohl eine gruppenbezogene als auch eine teiloffene Raumnutzung. Dies ermöglicht den Kindern, sich entsprechend ihrer Interessen frei zu entfalten und aktiv an der Gestaltung ihrer Umgebung mitzuwirken. Alle Räume sind so gestaltet, dass sie die sechs Säulen unseres Konzeptes optimal unterstützen und vielfältige Erfahrungs- und Entwicklungsmöglichkeiten bieten:
- Gruppenräume mit vielfältigen Spiel- und Lernmöglichkeiten
- Nebenräume gerne mit Küchen auf Kinderhöhe für vielfältige und partizipative Angebote
- Bewegungsräume für aktive Bewegungserlebnisse
- Ruhe-/Schlafräume/ Bereiche für alle Kinder
- Außenbereiche mit kreativen Spielgeräten und natürlicher Umgebung zum Bewegen, Entdecken und Erforschen
Partizipation ist ein zentraler Bestandteil unserer pädagogischen Arbeit. Die Kinder wählen ihre Aktivitäten und Spielbereiche selbst aus und profitieren von einer themenorientierten Raumgestaltung, die auf ihre Bedürfnisse abgestimmt ist. Unsere Räumlichkeiten sind inklusiv und barrierefrei gestaltet und ermöglichen allen Kindern eine gleichberechtigte Teilhabe. Flexible, dem pädagogischen Konzept angepasste Möbel schaffen eine wandelbare Umgebung, in der die Kinder aktiv zur Gestaltung der Räume beitragen können.
Die großzügigen Innenräume werden durch unsere Außenbereiche ergänzt, die als erweiterte Spiel- und Lernräume verstanden werden. Auf den Außengeländen entdecken die Kinder spielerisch die Natur, sammeln Bewegungserfahrungen und begeben sich auf Abenteuer.
Um eine angenehme und anregende Atmosphäre zu schaffen, setzen wir auf ein harmonisch abgestimmtes, natürliches Farbkonzept. Zudem fördern wir den Austausch zwischen den Familien durch gezielt geplante Begegnungsräume oder die vielseitige Nutzung bestehender Räume.
Raum zum Wachsen
Unsere Räume sind weit mehr als Orte zum Verweilen – sie sind liebevoll gestaltete Wohlfühlorte, die Kinder ermutigen, neugierig zu sein, sich zu entfalten und die Welt um sich herum zu entdecken. Unser durchdachtes Raumkonzept ermöglicht es den Kindern, sowohl in ihren Gruppenräumen als auch in gruppenübergreifenden Räumen und Angeboten nach eigenen Interessen und Bedürfnissen zu erkunden und mitzugestalten.
3.3.2 Ernährung
Stepke kocht in seinen KiTas täglich ausgewogen und frisch, um eine gesunde Ernährung der Kinder zu fördern. Für den OGS – Bereich liefern wir dieses Essen täglich frisch an. Dabei legen wir besonderen Wert auf eine einladende und ästhetische Tischkultur. Die Kinder werden aktiv in die Vorbereitungen zum Essen einbezogen wie z.B. beim Tischdecken mit Porzellangeschirr, das ihre Selbstständigkeit unterstützt.
Die Kinder werden partizipativ in die Weiterentwicklung des Speiseplans einbezogen und haben die Möglichkeit, über Wunschessen abzustimmen. Darüber hinaus werden die Kinder dazu ermutigt, aktiv die Essensqualität zu bewerten. Durch regelmäßige Abstimmungen können sie ihre Meinungen äußern und zur Gestaltung eines kindgerechten Speiseplans beitragen. Die Zubereitung des Nachmittagssnacks ist als pädagogisches Angebot integriert, sodass die Kinder selbst dabei mitwirken können. Zudem gibt es regelmäßige Koch- und Backangebote, die das Bewusstsein für gesunde Ernährung spielerisch stärken.
Die Stepke-Küche bietet täglich ein warmes Mittagessen und einen gesunden Nachmittagssnack. In jeder OGS-Gruppe gibt es eine eigene Trinkbar, durch die den Kindern ein ganztätiger und selbstständiger Zugang zu Wasser und ungesüßten Tees ermöglicht wird.
Wir bieten stets eine vegetarische Alternative an und verzichten bewusst auf Schweinefleisch. Zudem berücksichtigen wir individuelle Allergien und Unverträglichkeiten der Kinder.
Nachhaltigkeit ist uns besonders wichtig – daher setzen wir bevorzugt auf saisonale und regionale Lebensmittel.
#richtigguteernährung
Durch die Zusammenarbeit mit lokalen Lieferant*innen ist es uns möglich, saisonale, frische und qualitativ hochwertige Produkte zu verwenden und den Kindern die Vielseitigkeit der lokalen Küche zu präsentieren. Dies spiegelt sich auch in unserem saisonalen Speiseplan wider, der wöchentlich wechselt. Dabei gibt es pro Wochentag einen variierenden Ernährungsschwerpunkt. Wir unterscheiden zwischen einem Speiseplan für die Sommermonate und für die Wintermonate. Die Kinder werden partizipativ in die Gestaltung des Plans einbezogen und stimmen regelmäßig über ihr Wunschessen ab. Darüber hinaus haben die Kinder die Möglichkeit, aktiv an der Bewertung der Essensqualität teilzunehmen. Durch regelmäßige Abstimmungen können sie ihre Meinungen äußern und zur Gestaltung eines kindgerechten Speiseplans beitragen.
Unsere Speisen werden so zubereitet, dass der natürliche Geschmack erhalten bleibt. Dazu verzichten wir auf zusätzliche Süßstoffe und Geschmacksverstärker. Wir verwenden zudem Vollkornprodukte, Gemüse, Kräuter, Früchte, natürliche pflanzliche Fette und Milchprodukte. Fleisch, Fisch und Eier verarbeiten wir nur in geringen Mengen. Ebenfalls verwenden wir bei der Zubereitung unserer Gerichte wenig Zucker und Salz. Backwaren wie Brote, Gebäck und Kuchen stellen wir in unseren Stepke-Küchen selbst her.
Essgewohnheiten und Tischkultur
Uns ist es sehr wichtig, den Kindern ein positives Esserlebnis zu bieten und sie bei der Entwicklung gesunder Essgewohnheiten zu unterstützen. Rituale oder bestimmte wiederkehrende Abläufe signalisieren den Kindern die Essenszeit. Kurz vor Beginn der Mahlzeit kann z. B. ein Gong oder bestimmte Musik erklingen; auch ein Tischspruch oder ein Lied in deutscher oder englischer Sprache können die Mahlzeiten ankündigen. Um eine sinnliche und genussvolle Esskultur zu unterstützen, wird der Esstisch gemeinsam mit den Kindern gedeckt und dekoriert.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Täglich drei frisch zubereitete Mahlzeiten aus der eigenen Stepke-Küche/Lieferküche/Lieferant*innen
- Aktive Beteiligung mit Wunschessen
- Kindgerechtes Porzellangeschirr
- Aktive Beteiligung der Kinder bei der Zubereitung des Nachmittagssnacks
- Wöchentlich wechselnder, saisonaler Speiseplan inkl. variierendem Ernährungsschwerpunkt pro Wochentag
- Vegetarische Alternative zu Fleisch- und Fischgerichten
- Bereitstellung von frischem, regionalem Obst und Gemüse
- 40% Bioanteil inkl. Bio-Fleischanteil
- Eigenherstellung von Backwaren (Brote, Gebäck, Kuchen)
- Rücksichtnahme auf individuelle Ernährungsbedürfnisse aufgrund von z. B. Allergien und Unverträglichkeiten
- Reduzierter Zucker- und Salzgehalt
- Trinkbars in jedem Gruppenraum (stilles Wasser, ungesüßte Früchte- und Kräutertees)
- Erfüllung der Kriterien der Deutschen Gesellschaft für Ernährung
- Gemüse-/Kräuterbeete zur Unterstützung der Ernährungsbildung
3.3.3 Sprache
Unsere pädagogischen Mitarbeiter*innen fördern bewusst eine alltagsintegrierte, entwicklungsangemessene Sprachbildung. Dabei setzen wir auf eine sprachanregende Umgebung, die den Kindern die Freude am Sprechen und Kommunizieren näherbringt. Durch die Verwendung u. a. von visuellen Hilfsmitteln wie Bildkarten machen wir Sprache für alle Kinder zugänglich und fördern ihre Ausdrucksfähigkeit. In alltäglichen Situationen begleiten wir die Kinder sprachlich, indem wir altersgerecht und auf Augenhöhe kommunizieren.
Vielfalt in den Sprachbildungsangeboten ist uns besonders wichtig. Wir setzen auf abwechslungsreiche sprachliche Impulse durch Bücher, Lieder, Rollenspiele und kreative Erzählformen. Der frühe Kontakt zu Sprache gehört zu unserem Konzept. Durch gezielte Angebote wie englische Lieder und Geschichten im Alltag erhalten die Kinder spielerisch erste Einblicke in eine andere Sprache. Dieser frühzeitige Kontakt fördert nicht nur die sprachliche, sondern auch die kognitive Entwicklung und stärkt das Interesse sowie das Verständnis für vielfältige Kulturen.
Eintauchen in weitere Sprachen
Der frühe Kontakt gegenüber anderen Sprachen fördert nicht nur die kognitive Entwicklung, sondern auch das Interesse, Verständnis und die Toleranz gegenüber anderen Sprachen und Kulturen. Gezielte Aktivitäten, wie beispielsweise fremdsprachige Lieder in gemeinsamen Spielkreisen und mehrsprachigen Büchern ermöglichen es den Kindern, spielerisch in andere Sprache einzutauchen und sich auszuprobieren und ihre eigenen Muttersprachen wiederzufinden.
3.3.4 Natur
Wir legen großen Wert auf Naturerlebnisse, Umweltschutz und Nachhaltigkeit. Regelmäßig stattfindende Ausflüge in Naturräume sind ein fester Bestandteil unseres Konzepts.
Bei diesen Ausflügen entdecken die Kinder die heimische Pflanzen- und Tierwelt, beobachten Tiere in ihrem natürlichen Lebensraum und lernen, welche Bedeutung die Natur für das Leben auf der Erde hat. Dabei entwickeln sie ein Verständnis für den respektvollen Umgang mit unserer Umwelt. Zudem ist uns der Umgang mit Umwelt- und Klimafragen ein großes Anliegen.
Förderung von Kreativität und Nachhaltigkeit
Durch den Umgang mit Naturmaterialien entfaltet sich die Kreativität der Kinder, während sie unterschiedliche Spielideen entwickeln. Ob beim Basteln mit Steinen, Ästen oder Blättern – der direkte Kontakt mit natürlichen Materialien regt die Fantasie an und fördert das kreative Denken. Das Gärtnern ist eine wertvolle Erweiterung dieser Naturerfahrungen. Hier lernen die Kinder nicht nur, wie Pflanzen wachsen, sondern entwickeln darüber hinaus ein Bewusstsein für die Bedeutung der Naturpflege und Nachhaltigkeit.
Nachhaltigkeit und Umweltschutz in der Praxis
Der Umgang mit Umwelt- und Klimafragen ist uns ein großes Anliegen, daher legen wir großen Wert auf Umweltschutz und Nachhaltigkeit. Durch Projekte zu Mülltrennung und Recycling vermitteln wir den Kindern schon früh, wie sie aktiv zum Schutz der Umwelt beitragen können. Diese Projekte dienen nicht nur dazu, die Umweltbelastung zu reduzieren, sondern auch dazu, den Kindern ein Bewusstsein für ihre Umwelt zu vermitteln und sie zu aktiven Gestalter*innen einer nachhaltigen Zukunft zu machen.
Naturerlebnisse außerhalb und auf dem Außengelände
Regelmäßig verbringen wir Zeit außerhalb der Schule, um den Kindern neue Naturerfahrungen zu ermöglichen. Ob im Wald oder bei der Entdeckung eines neuen Parks – Ausflüge vertiefen das Wissen und die Wertschätzung für die Natur. Zudem nutzen die Kinder unser Außengelände täglich, um die Natur hautnah zu erleben und ihre motorischen sowie sozialen Fähigkeiten in angeleiteten und begleiteten Aktivitäten weiterzuentwickeln.
Reflexion und kreative Weiterarbeit
Das Erlebte und Gefundene während der Naturerfahrungen wird gemeinsam reflektiert und weiter erforscht. Die Kinder haben dadurch die Möglichkeit, ihre Erlebnisse untereinander und mit anderen zu teilen und zu verarbeiten – sei es durch Zeichnungen, Gespräche oder kreative Projekte. Diese Reflexion fördert das Bewusstsein für die Bedeutung der Natur und die Entwicklung eines respektvollen Umgangs mit unserer Umwelt.
3.3.5 Wasser
Durch spielerische Wassergewöhnung stärken wir das Körperbewusstsein der Kinder und ermöglichen ihnen, das Element Wasser mit all seinen spannenden Eigenschaften zu erleben. In vielfältigen Experimenten sammeln sie erste naturwissenschaftliche Erfahrungen, z. B. durch das Umfüllen von Wasser in verschiedene Gefäße, das Erkunden von Gewichten und Materialeigenschaften oder das Wahrnehmen unterschiedlicher Temperaturen und Geräusche.
Unser pädagogisches Ziel ist es, den Kindern die Freude und die positiven Erfahrungen mit Wasser ganzheitlich zu ermöglichen und sie auf Erfahrungen im Schwimmbad oder beim Schwimmenlernen vorzubereiten. Dies geschieht z. B. durch gezielte Wasserspiele – sowohl drinnen als auch draußen – mit Planschbecken, Wasserwannen. An Standorten, wo es möglich ist, versuchen wir auch mal mit den Kindern in nahe gelegene Schwimmbäder zu gehen.
3.3.6 Qualität
Wir sichern die Qualität durch ein ganzheitliches Qualitätsmanagement, welches Kinder, Eltern und Mitarbeiter*innen partizipativ einbezieht. Mit der Festsetzung, sowie stetiger Überprüfung und Weiterentwicklung unserer Qualitätsstandards stellen wir die Qualität in unseren Einrichtungen sicher. Unsere pädagogische Konzeption dient dabei als Grundlage unseres pädagogischen Handelns. Jährliche Audits, sowie Eltern- und Mitarbeiterumfragen unterstützen den ganzheitlichen Qualitätsentwicklungsprozess bei Stepke.
Zur Sicherstellung der pädagogischen Qualität tragen eine enge Begleitung und regelmäßige Besuche der Standorte durch unsere pädagogischen Fachberatungen vor Ort bei. Unser hoher Fachberatungsschlüssel ermöglicht eine individuelle Begleitung aller MitarbeiterInnen mit ihren jeweiligen pädagogischen Bedarfen.
Mit unserem transparenten Beschwerdemanagement laden wir Kinder, Mitarbeiter*innen und Eltern ein, sich jederzeit mit konstruktivem Feedback an uns zu wenden, welches wir als Anlass nehmen, unsere Qualität stetig zu verbessern.
#richtiggutequalität durch Professionalisierung
Neben der Sicherstellung der Qualität mit Hilfe interner Audits und regelmäßiger Besuche übernimmt das Team der Fachberatungen die Begleitung und Unterstützung der pädagogischen Teams in der Entwicklung der pädagogischen Qualität durch Expertise und Beratung. Die Fachberatungen stehen den Leitungen dabei in allen pädagogischen und inhaltlichen Bereichen in Form von bedarfsgerechter Beratung, Hospitationen und Fachtagen zur Verfügung.
Regelmäßig stattfindende Leitungskonferenzen dienen darüber hinaus als Austauschplattform und zur Vermittlung und Reflexion pädagogischer Themen.
Im regelmäßigen Austausch mit der Geschäftsführung bearbeiten wir gemeinsam alle relevanten und aktuellen Themen und tragen somit zur stetigen Qualitätsentwicklung bei.
#richtigguteweiterbildung durch unseren Kooperationspartner akanova
Durch die umfangreichen Fortbildungsangebote unseres Kooperationspartner akanova bilden sich unsere pädagogischen Fachkräfte regelmäßig in den Bereichen Pädagogik, Gesundheitsmanagement, Persönlichkeit und Beruf weiter. Erweitert wird das Angebot speziell für unsere Leitungen in Themen rund um Führung und Verwaltung. Unterstützend können Supervisionen und Inhouse-Schulungen in Anspruch genommen werden. Eine regelmäßige Abfrage zu gewünschten und benötigten Weiterbildungsthemen macht es uns gemeinsam mit akanova möglich, unser Fort- und Weiterbildungsangebot individuell auf die Bedarfe unserer Einrichtungen anzupassen.
Mit gezielten Programmen zur Professionalisierung von Fachkräften, wie bspw. der Qualifizierung von Quereinsteiger*innen, stellen wir uns dem Fachkräftemangel entgegen und sorgen damit für einen gesicherten Fachkraft-Kind-Schlüssel in unseren Einrichtungen.
#richtiggutesunternehmen
Unsere Unternehmensstruktur bietet eine Vielzahl an Fachabteilungen, welche die Standorte mit ihrer jeweiligen Expertise unterstützen. Unsere Kinderschutzexpert*innen beraten individuell und schulen regelmäßig in Themen rund um den Kinderschutz. Unser Kinderschutzkonzept ist ein lebendiges Dokument das stetig evaluiert wird.
Das Wichtigste auf einen Blick:
- Hoher Fachberatungsschlüssel und enge und vertrauensvolle Begleitung durch eine feste Fachberatung
- Jährliches Audit zur Feststellung und Weiterentwicklung der Qualität
- Jährliche Zufriedenheitsumfragen für Familien & Mitarbeiter*innen als konstruktives Feedback zur Weiterentwicklung unserer Qualität
- Transparentes Beschwerdemanagement für Kinder, Familien & Mitarbeiter*innen
- Bedürfnisorientiertes & praxisnahes Programm unseres Kooperationspartner akanova mit Weiterbildungsmöglichkeiten für alle Mitarbeiter*innen
- Fachabteilungen unterstützen mit Expertise und Verwaltungsaufgaben
- Vollumfängliches Einarbeitungskonzept
3.4 Kompetenzen
Durch die unterschiedlichen Angebote im Nachmittagsbereich unterstützen wir die Stärken und Neigungen der Kinder und bieten verschiedene Möglichkeiten, diesen nachzugehen. Die OGS ist ein Haus des Lebens und Lernens, das Kinder in ihrer gesamten Entwicklung fördert. Durch feste Bezugspersonen, Gruppenzugehörigkeit und einen strukturierten Tagesablauf erhalten die Kinder Orientierungshilfe und Sicherheit. Um die schulische Entwicklung der Kinder gezielt in die pädagogische Arbeit zu integrieren, ist eine enge Kooperation mit der Schule (Klassenlehrerinnen/Klassenlehrer, Schulleitung) von großer Bedeutung. Ebenso können Vereine und weitere Akteurinnen und Akteure aus dem sozialen Umfeld mit spezifischen Angeboten den Nachmittag bereichern – ihn spannend, lehrreich, aktiv und abwechslungsreich gestalten soziale Kompetenz.
3.4.1 Soziale Kompetenz
Die Kinder leben, lernen, arbeiten und spielen in Gruppen. Damit das Miteinander gut funktioniert und in Situationen, in denen Probleme auftreten, auch das Streiten gelingt, sind Regeln der Gemeinschaft unerlässlich. Für ein gelingendes Zusammenleben benötigen wir soziale Kompetenzen. In Streitsituationen setzen wir das Bensberger Mediationsmodell ein. Dadurch lernen die Kinder, ihre Konflikte gewaltfrei zu lösen. Sozial kompetente Kinder…
- … erkennen ihre eigenen Bedürfnisse und akzeptieren die der
- … handeln selbständig und
- … halten Regeln und Ordnungsformen
- … knüpfen soziale Kontakte – auch gruppenübergreifend.
- … lassen andere Kinder an ihren Aktivitäten
- … nehmen auf andere Rücksicht und helfen sich
- … verhalten sich angemessen bei Konflikten und klären diese selbständig.
- … wissen, dass jedes Kind anders ist und grenzen andere Kinder nicht
- … kennen und akzeptieren die wichtigen Werte unserer
3.4.2 Emotionale Kompetenz
Die Persönlichkeitsstärkung der Kinder findet in erster Linie durch die individuelle Förderung statt. Hierdurch versuchen wir, das Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl des einzelnen Kindes aufzubauen. Emotional kompetente Kinder….
- …freuen sich über ihre Erfolge, können aber auch mit Misserfolgen angemessen
- …sind sich ihrer eigenen Gefühle bewusst und können diese
- …können die Gefühle anderer erkennen und
3.4.3 Sprachliche Kompetenz
Sprachförderung findet im täglichen Miteinander und bei allen unseren Aktionen mit den Kindern statt. Kinder sollen Sprache als eine wichtige Ausdrucksform erfahren, um sich mit anderen verständigen zu können. Sprachlich kompetente Kinder…
- …haben einen umfangreichen Wortschatz und beherrschen die
- …haben Interesse und Freude an
3.4.4 Motorische Kompetenz
Die motorische Kompetenz wird durch vielfältige Sport- und Bewegungsangebote gefördert. Durch unsere Beobachtungen können wir motorische Störungen erkennen und entsprechend unseren Möglichkeiten unterstützend handeln. Motorisch kompetente Kinder…
- …haben Freude an
- …haben durch positive Bewegungserfahrungen ein starkes
- …erlernen durch die gemeinsamen sportlichen Aktivitäten ein hohes Maß Teamfähigkeit und Rücksichtnahme.
3.4.5 Kreative Kompetenz
Kreative Kompetenzen fördern wir durch die Angebote vielseitiger Projekte und durch gezielten Materialeinsatz. Kreativ kompetente Kinder…
- …kennen verschiedene Materialien, Methoden und Techniken.
- …sind neugierig, Neues zu erfahren und auszuprobieren.
- …können nach ihren eigenen Vorstellungen gestalten.
3.4.6 Lern- und Leistungsverhalten
Für den Schul- und Bildungserfolg eines Kindes spielen die oben genannten Kompetenzen eine wichtige Rolle. Lern- und leistungskompetente Kinder…
- …achten sorgfältig auf ihr Arbeitsmaterial und ihren
- …erledigen ihre Aufgaben selbständig.
- …lassen sich auch von schwierigen Aufgaben nicht
- …sind in der Lage, sich bei Problemen angemessen Hilfe zu
- …bieten anderen Kindern ihre Hilfe
3.5 Zehn Bildungsbereiche
Die Bildungsgrundsätze dienen als Leitfaden, der unsere tägliche Arbeit begleitet und unterstützt. Die Kinder stehen im Mittelpunkt und deshalb sollen diese Bildungsgrundsätze die individuellen Bedürfnisse und Kompetenzen der Kinder im Blick haben und zum Ausgangspunkt pädagogischen Handelns machen. Das Kind entwickelt seine Fähigkeiten durch die Auseinandersetzung mit sich selbst, mit anderen und der Welt in verschiedenen Dimensionen. Kinder eignen sich allgemeine Basis- Kompetenzen in Beziehung zu ihrer Lebenswelt an. Man unterscheidet hier zwischen Selbst-, Sozial-, Sach- und Methodenkompetenz. Die Kinder stehen mit ihren Stärken und Basiskompetenzen im Mittelpunkt. Die dargestellten Bildungsbereiche bieten Anregungen und Impulse, um Kindern interessenbezogen und individuell Erfahrungsprozesse zu ermöglichen. Kinder entwickeln sich individuell und bringen unterschiedliche körperliche, kognitive und sozial-emotionale Voraussetzungen mit. Selbst-, Sozial-, sowie Sach- und Methodenkompetenz werden nicht als unabhängige Entwicklungsbereiche betrachtet. Häufig können mit einer Aktivität verschiedene Bildungsbereiche und Kompetenzen gefördert werden. Die sprachlichen Bildungsprozesse haben eine besondere und übergeordnete Bedeutung alle Bildungsbereiche betreffend.
3.5.1 Bewegung
Das „Herzstück“ unserer pädagogischen Arbeit richtet sich schwerpunktmäßig auf die Bewegungserziehung, denn mit der Vermittlung von Bewegungsfreude kann man nicht früh genug beginnen. Wir geben den Kindern für ihre natürlichen Bewegungsbedürfnisse, orientiert an ihren Stärken und Schwächen, täglich vielfältige Möglichkeiten, Raum und Zeit. Gerne nutzen wir auch externe Anbieter mit besonderen Angeboten und richten uns auch nach den Wünschen der Kinder.
3.5.2 Körper, Gesundheit und Ernährung
Dieser Bildungsbereich bietet in Verbindung mit Bewegung große Chancen, Kinder an ein gesundheitsbewusstes Verhalten heranzuführen. Wir geben den Kindern eine anregungsreiche Umgebung und Materialien, um ihren eigenen Körper wahrzunehmen und kennenzulernen. Sie entwickeln ihr Selbstkonzept und ihre Identität und gewinnen dadurch Vertrauen in ihre eigenen Fähigkeiten. Die ganzheitliche Gesundheitsbildung erfahren die Kinder, indem wir ihnen die Regeln der Hygiene vermitteln, wie Hände waschen, Taschentücher verwenden, witterungsgerechte Kleidung anziehen usw. Dazu gehören auch präventive Maßnahmen, wie man Unfälle verhindert oder Erste Hilfe leistet. In unseren Einrichtungen werden den Kindern vielfältige, gesunde und abwechslungsreiche Mahlzeiten angeboten.
3.5.3 Kommunikation und Sprache
Die Sprachentwicklung eines Kindes ist von einer Vielzahl von Faktoren abhängig. Sie steht in Zusammenhang mit der Lebenswelt des Kindes, den Beziehungen zu anderen Menschen, der Wahrnehmung und letztendlich mit der ganzheitlichen Entwicklung. In unseren Einrichtungen arbeiten wir nach den Grundsätzen der alltagsintegrierten Sprachbildung.
3.5.4 Soziale, kulturelle und interkulturelle Bildung
Soziale Beziehungen sind die elementare Voraussetzung eines jeden Bildungsprozesses. Wir als Team begleiten diesen Prozess, geben den Kindern Sicherheit, leisten Hilfestellung und Unterstützung. Der Ansatz des offenen Konzeptes beinhaltet für uns eine offene und wertschätzende Haltung gegenüber anderen Kulturen, Lebensstilen und Wertvorstellungen. Unser Ziel ist es, dass die Kinder ein positives Weltbild entwickeln und sich anderen Kindern und Erwachsenen offen zuwenden.
3.5.5 Musisch-ästhetische Bildung
Musik, Rhythmik, Sprache und Bewegung gehören untrennbar zusammen. Musik ist eine sinnliche Sprache des Menschen und ein wesentlicher Bereich der ästhetischen Bildung. Durch das gemeinsame Singen und Musizieren fördern wir die sinnliche Wahrnehmung und Freude.
3.5.6 Religion und Ethik
Ein wichtiger Aspekt unserer religiösen Arbeit ist das Respektieren religiöser Werte im täglichen Handeln, Sinneszusammenhänge zu erfassen, die das „Ganze“ der Welt erschließen. Stepke als Träger ist konfessionsneutral und begegnet allen Religionen, Festen, Ritualen usw. gleichermaßen.
3.5.7 Mathematische Bildung
Unsere Welt steckt voller Mathematik und die Kinder erleben diese in vielen verschiedenen Spielbereichen. Beim Klettern und Toben erfahren Kinder räumliche Perspektiven und auch im Bereich der Musik entdecken sie erste mathematische Strukturen. Wir fördern damit die Kinder spielerisch, unbewusst außerhalb des Unterrichts in vorbereiteten Umgebungen und Aktionen.
3.5.8 Naturwissenschaftlich-technische Bildung
Kinder entdecken durch Begegnungen mit der Natur Zusammenhänge und sie beginnen, sie einzuordnen und zu verstehen. Sie bekommen ausreichend Gelegenheit, selbstständig zu forschen, Erfahrungen zu sammeln und sich kreativ mit Fragestellungen auseinanderzusetzen. Naturwissenschaftliches Lernen kann in vielen Alltagssituationen aufgegriffen werden, z. B. beim kreativen Basteln mit Naturmaterialien, beim täglichen Spielen und Bewegen auf unseren Außenanlagen.
3.5.9 Ökologische Bildung
Im Vordergrund der ökologischen Bildung steht der achtsame Umgang mit den natürlichen Ressourcen. Dazu benötigen die Kinder Erwachsene als Vorbild, die ihnen den Umweltschutz und praktische Projekte nahebringen, die in kleinen Schritten an den bewussten Umgang, z. B. mit Wasser, Energie und Abfalltrennung heranführen.
3.5.10 Medien
Damit sich die Kinder spielend und gestaltend entwickeln können, bieten wir eine anregungsreiche Umgebung mit unterschiedlichen Materialien (Bücher, Tischtheater, Handpuppen, CDs, …). Diese ermöglichen ihnen, Wahrnehmungserfahrungen zu machen und mit allen Sinnen aufzunehmen. Grundsätzlich stehen wir in unseren Einrichtungen dem Einsatz digitaler Medien offen, aber kritisch gegenüber.
4. Pädagogische Arbeit im Offenen Ganztag
4.1 Exemplarischer Tagesablauf (Normalbetrieb)
|
Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag |
|
|
07:00-08:00 Uhr |
Frühbetreuung |
|
11:30-13:20 Uhr |
gesicherter Halbtag (11.30 – 13.20 Uhr ) und OGS / Freispiel, Abholphase und Mittagsessen für OGS |
|
13:00-16:00 Uhr |
Hausaufgabenzeit/Förderung, Einzel- oder Kleingruppenförderung Freispiel/Zeit für Projekte, AGs und |
(In den Ferien bieten wir Betreuung von 8.00 – 16.00 Uhr an.)
4.2 Freispiel
Das Freispiel hat in der OGS einen hohen Stellenwert. Im Freispiel können die Kinder ihren eigenen Interessen nachgehen und dabei ihre Spielpartner*innen selbst wählen. Es gibt viele Möglichkeiten, die vorhandenen Spielmaterialien, Medien, Räume und das Gelände der OGS spielerisch zu nutzen. Die Betreuer*innen stehen als Ansprechpartner*innen zur Verfügung und sorgen für die entsprechenden Rahmenbedingungen, die die Fantasie der Kinder unterstützen. Sie greifen ins Geschehen ein, wenn es erforderlich ist, z. B. wenn Konflikte nicht selbst gelöst werden können und Kinder um Unterstützung bitten.
4.3 Hausaufgabenbetreuung
Die Mitarbeiter*innen der OGS und die hier eingesetzten Lehrer*innen betreuen und unterstützen die Kinder beim selbständigen Erledigen der Hausaufgaben. Sie sorgen für eine ruhige Arbeitsatmosphäre. Bei Problemen oder Auffälligkeiten einzelner Kinder arbeiten sie eng mit den Lehrkräften und Eltern zusammen. Der zeitliche Umfang pro Tag orientiert sich an der Ausbildungsordnung Grundschule (AO- GS NRW):
- 1./2. Schuljahr: ca. 30 Minuten
- 3./4. Schuljahr: ca. 45-60 Minuten
Die Kinder arbeiten in der Regel in fest eingeteilten Gruppen und verbleiben während der Hausaufgaben-/Lernzeit gemeinsam im Raum. Nach Erledigung der Hausaufgaben können die Kinder die verbleibende Zeit mit Lesen, Malen oder ruhigen Spielen verbringen, bis die Gruppe gemeinsam den Hausaufgabenraum verlässt.
4.4 Mittagessen
Einen wesentlichen Bestandteil unseres Tagesablaufes in der OGS stellt das gemeinsame Mittagessen dar. Es bietet den Kindern die Möglichkeit, sich vom anstrengenden Schulvormittag zu erholen, sich zu stärken und mit anderen Kindern und Betreuer*innen und auch Lehrer*innen, welche das Mittagessen begleiten, ins Gespräch zu kommen.
4.5 Angebot
Während der Freispielzeit finden täglich situationsorientierte Angebote aus verschiedenen Bereichen (kreativ, musisch, meditativ, künstlerisch, sportlich) statt, die von den OGS-Mitarbeiter*innen vorbereitet und durchgeführt werden.
4.6 AGs und Projekte
Der AG-Bereich mit wechselnden Angeboten in den Bereichen Sport, Yoga, Lese- und Rechenförderung, Kreativität, Hauswirtschaft, etc. wird von den Mitarbeiter*innen der OGS vorbereitet, ggf. auch mit externen Anbietern organisiert und durchgeführt. Soweit sinnvoll, wird ein Projekt durch ehrenamtliches Engagement bereichert und gegebenenfalls auch durch Elternbeteiligung ergänzt.
4.7 Inklusion
Als Träger stehen wir für Vielfalt und ein Zusammenleben in gegenseitiger Anerkennung. Unsere Pädagogik ist geprägt von Akzeptanz, Toleranz und Wertschätzung. Unsere Angebote sollen den jeweils individuellen Bedürfnissen der Kinder und ihrer Familien entsprechen und ihnen umfassende Teilhabe am Angebot der Schule/OGS ermöglichen. In der OGS werden auch Kinder mit Beeinträchtigungen betreut. Es ist uns wichtig, alle Kinder in ihrer Unterschiedlichkeit anzunehmen. Heilpädagogische Konzepte und Förderpläne ermöglichen bei einer guten Kooperation zwischen pädagogischen und therapeutischen Mitarbeiter*innen auch die Weiterführung der therapeutischen Inhalte und Methoden, wie Bewegungs- oder Sprachförderangebote durch die pädagogischen Fachkräfte im Alltag der OGS.
4.8 Weiterentwicklung und Evaluation
Einmal im Jahr findet ein Teamtag statt. Inhalt ist hier neben konzeptionellem Arbeiten auch eine Reflexion über die Arbeit im Offenen Ganztag vorgesehen. Wir arbeiten stets an der Verbesserung der pädagogischen Qualität durch z. B. Fortbildungen oder Besprechungen. Einmal im Jahr werden die Eltern zur Zufriedenheit und ihren Wünschen befragt. Die Kinder können regelmäßig in den Besprechungen auf die pädagogische Arbeit in der OGS Einfluss nehmen.
5. Kommunikation und Zusammenarbeit
5.1 Formen der Familienarbeit
Ein weiterer wichtiger Punkt ist die gelebte Familienarbeit. Wir sind kompetente Gesprächspartner*innen in Fragen rund um die OGS, und stellen einen regelmäßigen Kontakt mit allen Beteiligten sicher. Es gibt die „Tür- und Angelgespräche“, in denen, wenn nötig, kurzfristige, aktuelle Geschehnisse besprochen werden. Bei größeren Problemen finden Gespräche mit den Familien nach Terminabsprache statt. Durch Elternbriefe werden wichtige Informationen schriftlich weitergeleitet. Wir streben eine Mitarbeit der Familien bei Projekten und Feierlichkeiten an. Angedacht ist eine aktive Elternarbeit, in der eine tragfähige Basis zwischen den Familien und Mitarbeiter*innen gelebt wird, gekennzeichnet von gegenseitiger Wertschätzung, Akzeptanz und Vertrauen. Durch die Teilnahme der OGS-Leitung am Elterninformationsabend in den lokalen Kitas zum Thema Übergang von der Kita zur Grundschule findet eine erste Kontaktaufnahme und Informationsvermittlung statt. Auch am Infoabend der zukünftigen Erstklässler*innen steht die Leitung für Informationen und Fragen der Familien zur Verfügung. Für die im Ganztag angemeldeten Kinder finden Kennenlern- und Aufnahmegespräche im Zusammenhang mit der Unterzeichnung der Vertragsunterlagen statt. Wir bieten Elterngespräche an, um die Familien über die Entwicklung ihres Kindes zu informieren. Dies geschieht je nach Bedarf oder auch auf Wunsch an den offiziellen Elternsprechtagen der Schule. Bei Bedarf finden themenbezogene Elternabende statt. Im Laufe des Schuljahres laden wir die Familien zum gemütlichen Beisammensein im Rahmen eines Festes oder einem gemeinsamen Frühstück oder Kaffeetrinken ein.
5.2 Teamarbeit
Für die gruppenübergreifende Arbeit ist es Voraussetzung, dass das Team konstruktiv und offen miteinander arbeitet. Nur dann kann ein guter Informationsfluss über die Kinder, die Bedürfnisse und Ereignisse stattfinden. In einer vertrauensvollen und offenen Zusammenarbeit werden pädagogische Inhalte und Vorgehensweisen angesprochen, und gemeinsam überprüft und hinterfragt. Die kritische Auseinandersetzung mit dem eigenen Verhalten und die damit verbundene Selbstreflexion sind ausdrücklich erwünscht. Das Team kommt in der Regel wöchentlich zu einer Teamsitzung zusammen, um interne Abläufe wie Organisation, Aufgabenverteilung, etc. zu besprechen. Hier ist auch Raum für die Besprechung und den Austausch über pädagogische Interventionen für die Gesamtgruppe wie auch für Gespräche über einzelne Kinder (Fallbesprechung). Das Befinden des und die Zusammenarbeit im Team werden regelmäßig thematisiert, um Transparenz, Effektivität und Zufriedenheit zu erhalten. Im Team werden Inhalte aus Fortbildungen an die Kolleg*innen weitergegeben. Ebenfalls werden pädagogische Themen, wie der Umgang mit bestimmten Bedürfnissen der Kinder und Förderungsmöglichkeiten, besprochen. Es finden standortübergreifende Fortbildungen statt.
5.3 Kommunikationsstrukturen zur Sicherung der Qualität
Die Entwicklung und Verbesserung der pädagogischen Arbeit gehört zum professionellen Selbstverständnis der Mitarbeiter*innen in der OGS. Diesem Ziel dienen:
- regelmäßige Teamsitzungen der Mitarbeiter*innen
- regelmäßige Teamsitzungen der Standortleitungen
- regelmäßiger Austausch mit den Lehrer*innen
- regelmäßiger Austausch mit der Schulleitung/den Schulleitungen
- Steigerung der Professionalität der Mitarbeiter*innen durch Fortbildungen
- Veranstaltungen und Fortbildungen gemeinsam mit dem Lehrerkollegium und den Therapeut*innen
- regelmäßige Elterngespräche
- alle Mitarbeiter haben den erste Hilfe Schein und können einwandfreie Führungszeugnisse vorweisen
- Steuergruppen zu den Themen Ganztag, Inklusion und Gewaltprävention
6. Impressum
Step Kids Kitas gGmbH
Am Friedrichshain 22
10407 Berlin
Vertreten durch:
die Geschäftsführer Dr. Kurt Berlin und Johannes Nagel
Ansprechpartnerin:
Frauke Schittek
E-Mail: info@stepke-ogs.de
Urheberrecht
Die durch den Herausgeber erstellten Inhalte der OGS-Konzeption unterliegen dem deutschen Urheberrecht. Die Vervielfältigung, Bearbeitung, Verbreitung und jede Art der Verwertung außerhalb der Grenzen des Urheberrechts bedürfen der schriftlichen Zustimmung des Herausgebers. Soweit Inhalte des Ernährungskonzeptes nicht vom Herausgeber erstellt wurden, werden die Urheberrechte Dritter beachtet. Insbesondere werden Inhalte Dritter als solche gekennzeichnet.
Bildrechte
Alle Bildrechte inkl. Grafiken liegen, sofern nicht anders angegeben, bei der Step Kids Kita gGmbH.
Berlin, 2025
Dieses OGS-Konzept dient dem Wohle des Kindes in unseren Einrichtungen.