Ganztagskonzept

1. Träger und Leitbild des Ganztages

1.1 Träger

Die Step Kids Kitas gGmbH ist ein anerkannter Träger der Jugendhilfe und seit 2012 im Bildungswesen im Elementarbereich aktiv. Die kooperierenden Schulen und ihren Ganztag verstehen wir als ein „Ort für alle Kinder“. Das Prinzip der individuellen Förderung und des partnerschaftlichen Miteinanders wird großgeschrieben. In unseren Ganztagseinrichtungen ist jede*r willkommen und wird in seiner*ihrer Individualität angenommen, akzeptiert und respektiert. Der Ganztag erweitert den Lebens- und Lernraum der Kinder. Wir sorgen für gut vorbereitete Umgebungen, in denen die Kinder ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten ausprobieren, einen friedlichen Umgang miteinander lernen und Freizeitbeschäftigungen nachgehen können. Die Zusammenarbeit mit Lehrer*innen und außerschulischen Kooperationspartner*innen ist dabei ein wichtiger Faktor. Step Kids Kitas gGmbH hat ein eigenes Kinderschutzkonzept, welches mit den Jugendämtern und Trägern der verschiedenen Städte abgestimmt wird. Wir arbeiten immer auch mit der öffentlichen Jugendhilfe zusammen.

 

1.2 Leitbild

Die UN-Kinderrechte sind die Grundlage unserer Arbeit. Die Kinderrechtskonvention ist ein Zeichen von Achtung und Verantwortlichkeit der internationalen Staatengemeinschaft gegenüber Kindern in aller Welt. Wir richten unsere Arbeit nach den entsprechend gesetzlichen Rahmenbedingungen des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen verbindlich aus. Die Persönlichkeit jedes einzelnen Kindes, unabhängig von seiner Herkunft, seiner Ethnie, seines Geschlechtes, seiner Religion und/odereiner Beeinträchtigung, wird geachtet. Wir stärken die Kinder und unterstützen ihr Selbstbewusstsein, sodass sie sich in ihrer Individualität erleben können und lernen, Akzeptanz, Rücksichtnahme und Hilfsbereitschaft für andere Menschen zu entwickeln. Das Miteinander zeichnet sich durch Offenheit und gegenseitige Wertschätzung gegenüber dem*r Anderen aus. Unsere pädagogische Zielsetzung beruht auf einer partizipativen und inklusiven Grundhaltung. Auf Basis dieser Grundhaltung beziehen wir Kinder frühzeitig in jeden möglichen Prozess ein. Sie erleben ihr Beteiligungsrecht, die Mitbestimmung und Teilhabe jedes*r Einzelnen in einer Gemeinschaft. Demokratisches Mitbestimmen ist eine Grundvoraussetzung, um Kinder an der Planung und Gestaltung von Angelegenheiten, die sie betreffen, teilhaben und mitwirken zulassen.

Unsere Einrichtungen stellen einen Teil der Lebenswelt der Kinder, die wir betreuen, dar. Im Mittelpunkt unserer Arbeit sehen wir jedes Kind in seiner Lebenssituation als Mitglied unserer Gesellschaft mit eigenen Rechten. Für diese Rechtesetzen wir uns ein. Wir bieten in unserem Ganztag verlässliche Strukturen und Rahmenbedingungen. Sie sind Begegnungsorte für Kinder, ihre Familien und unsere Mitarbeiter*innen.AusdenstärkenorientiertenBeobachtungenherausbegleitenundunterstützendie Pädagog*innen die Kinder individuell. Hierbei wird besonders auf die Bedürfnisse jedes einzelnen Kindesgeachtet. Die Mitarbeiter*innenfungieren als Vorbild im Rahmen des Bildungsprozesses.

Es ist unsere gesetzliche Verpflichtung, das Wohl des Kindes dauerhaft sicherzustellen und das Kind vor Gefährdung zu schützen. Wir nehmen eine große Verantwortung im Bereich des Kindesschutzes wahr. Dazu arbeiten die Mitarbeiter*innen präventiv, indem sie das Recht des Kindes auf Mitbestimmung wahren, ihm Raum und Zeit für die Erkundungen seiner Bedürfnisse geben und ihm eine Stimme dafür verleihen, die eigenen Grenzen mitzuteilen. Darüber hinaus werden die pädagogischen Fachkräfte durch regelmäßige Schulungen oder Unterweisungen im Umgang mit unserem Kinderschutzkonzept und den damit verbundenen Verfahrensweisen fortgebildet.

 

2. Rahmenbedingungen der Standorte

2.1 Lage der Standorte

Wir bieten als Träger Ganztagsangebote an Schulen in ganz NRW an. Wir wollen bevorzugt in den Kommunen Ganztagsstandorte betreiben, an denen wir bereits als Träger mit unseren KiTas tätig sind. Wir können in vorhandenen Räumlichkeiten der Schulen, in nahegelegen Räumen oder in von der Kommune gestellten Räumlichkeiten ansprechende Ganztagsprojekte für die Kinder der Grundschulen passgenau und individuell anbieten und umsetzen.

 

2.2 Raumkonzept

Als Träger von Kindertagesstätten können wir auf über zehn Jahre Erfahrung im Bereich der Raumgestaltung für Kinder zurückblicken und sind in der Lage, Räumlichkeiten für den Ganztagsbereich altersentsprechend als eine lehrreiche und kreative Wohlfühlumgebung einzurichten. Die Räume sollen Orientierung, Struktur und auch gleichermaßen Geborgenheit geben.

Wenn es die Örtlichkeiten zulassen, halten wir folgende Räume für den Ganztag vor, in denen stets die situationsbezogenen Bedürfnisse der Kinder Raum und Platz finden:

  • Werkraum
  • verschiedene Funktionsräume
  • Sporthalle oder angrenzende Turnhalle
  • Nutzung der Klassenräume
  • Sanitäranlagen/WCs
  • kleines Büro
  • Schulhof mit Spielgeräten

 

Die zur Verfügung stehenden Räume werden bedarfsgerecht und multifunktional genutzt, um unterschiedliche Bildungs- und Freizeitangebote zu ermöglichen. Ebenso kommt dem Schulhof als Bewegungs-, Spiel- und Erfahrungsraum eine besondere Bedeutung zu.

 

2.3 Gruppenstrukturen

Die Kinder werden jahrgangsübergreifend betreut. Die Gruppenstärke variiert je nach Anmeldungen. Im Tagesablauf werden die Ganztagskinder für spezielle Angebote in altershomogenen Gruppen zusammengelegt, gemeinsam betreut und gefördert.

 

2.4 Personalstrukturen

Das Team besteht aus Erzieher*innen, pädagogischen Fachkräften, Ergänzungskräften, Therapeut*innen, Hauswirtschaftskräften, Honorarkräften, Ehrenamtlichen und Praktikant*innen. Zusätzlich nutzen wir auch gerne je nach Standort Lehrerstunden, die zur Verfügung gestellt werden, die in der Hausaufgabenbetreuung, der Förderung oder im AG-und Projektbereich eingesetzt werden und gemeinsam mit den Kräften des Ganztags ein Team bilden.

 

2.4.1 Fort- und Weiterbildungen

  • Einmal im Jahr veranstalten wir einen „Team-Tag“, den wir für eine interne Fortbildung, Arbeit an der Konzeption oder auch für Reflexionen nutzen
  • regelmäßige interne kostenfreie Fortbildungen bieten wir über unseren Kooperationspartner akanova für alle Fach- und Ergänzungskräfte sowie auch Hauswirtschaftskräfte an
  • Fachliteratur/Internet stehen jederzeit zur Verfügung
  • Erste-Hilfe-Kurs

 

2.5 Betreuungszeiten

Je nach Bedarf und Wunsch der Schulen bieten wir verschieden Modelle der Ganztagsbetreuung an. Von Montag bis Freitag zwischen 7.00 und 16.00 Uhr sind die Betreuungsformen „Frühbetreuung“, „sicherer Halbtag“ und auch der „Ganztag“ abzubilden. Die Kernzeit der Betreuung liegt dabei zwischen 11.00 Uhr und 16.00 Uhr.

 

2.6 Ferienbetreuung und Schließungstage

In den ersten drei Wochen der Sommerferien kann für die Ganztagsstandorte eine Ferienbetreuung angeboten werden. In den Herbst- und Osterferien sowie an den beweglichen Ferientagen wird der Bedarf abgefragt und eine zusätzliche Betreuungsmöglichkeit angeboten. Somit bieten wir eine 8- wöchige (standortbezogene) Ferienbetreuung an. Ansonsten ist der Ganztag während der Schulferien geschlossen. Für die Ferienangebote werden im Vorfeld vom gesamten Team der Einrichtungen ein ansprechendes Programm und Konzept erarbeitet. Einzelne Schließtage werden in Absprache mit den jeweiligen Standorten jährlich neu besprochen und individuell frühzeitig an die Familien kommuniziert. Auch Schließtage der Schule fangen wir mit einer Betreuung ab.

 

2.7 Beiträge

Die Familien verabreden in der Schule ein Anmeldegespräch. Dieses Gespräch dient dazu, die Arbeit des Ganztages vorzustellen und Fragen zu klären. Eine Anmeldung ist jeweils für ein Jahr verbindlich oder wird mit dem Anmeldeverfahren der Stadt abgestimmt. Der monatliche Beitrag für den Ganztag ist einkommensabhängig und gestaffelt. Für das Mittagessen fallen zusätzliche Kosten an. Hier gelten die jeweiligen individuellen Standortbestimmungen.

 

2.8 Mittagessen

Die Mittagsverpflegung wird an den verschiedenen Standorten individuell geregelt. Eine Betreuung ohne Mittagessen wird im Ganztag nicht angeboten. Die Kosten für das Mittagessen werden separat mit den Erziehungsberechtigten abgerechnet. Ein wichtiger Bestandteil des Ganztags ist unsere saisonale frisch zubereitete Ernährung, welche neben der Versorgung auch als pädagogisch gestaltete Zeit des Miteinanders und der sozialen Begegnung verstanden wird.

Je nach Standort wird die Gruppe aufgrund der räumlichen Gegebenheiten und der unterschiedlichen Unterrichtszeiten in Teilgruppen aufgeteilt. Wichtig für uns im Ablauf sind die Einhaltung bestimmter Tischregeln, das gemeinsame Tischdecken und -abräumen sowie eine ruhige Atmosphäre. Es wird kein Schweinefleisch sowie kein Halal angeboten. Getränke stehen den Kindern zu jeder Zeit zur Verfügung.

 

3. Auftrag und Ziele des Ganztages

3.1 Auftrag

Der Ganztag im Primarbereich ist für Familien und Kinder ein wichtiges Anliegen. Sie ermöglicht eine Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf, eine Öffnung von Schule im Sozialraum und Kooperation mit anderen Partner*innen, eine Verbesserung der Lehr- und Lernkultur und eine Chancengleichheit, insbesondere für bildungsbenachteiligte Kinder. Wir möchten die Kinder begleiten, die Familien in schulischen Belangen entlasten und den Kindern die Möglichkeit bieten, sich in ihren Schulleistungen zu verbessern. Damit die oben genannte Intention des Ganztages erreicht wird, leiten wir daraus folgende Ziele für unsere pädagogische Arbeit ab: Wir unterstützen die Familien dabei, dass die uns anvertrauten Kinder zu selbstbewussten, verantwortungsvollen und sich sozial verhaltenden Persönlichkeiten heranreifen. Dabei sollen sich alle Kinder, gleich welcher Herkunft oder Religion, angenommen fühlen. Es ist uns wichtig, Werte wie Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit zu vermitteln und die emotionale Kompetenz zu fördern. Die Kinder sollen soziale Kompetenzen/Eigenschaften wie Fairness, Kompromissbereitschaft, Teilen, Helfen, Unterstützen, Rücksicht, Respekt, Freundschaft und Toleranz entwickeln. Des Weiteren sollen sie zu motiviertem und eigenständigem Lernen angeleitet und begleitet werden. Dabei wollen wir die kognitiven Fähigkeiten fördern, wobei die Kinder ihre Stärken entwickeln und erkennen sollen. Bei Schwächen erhalten die Kinder Hilfestellung. Es wird den Kindern Raum gegeben, ihre Fantasie und Kreativität auszuprobieren und ausleben zu können. Um diese Ziele zu erreichen, verbessern wir stetig unsere Arbeitsweisen und Konzepte. Dabei beziehen wir die Kompetenzen aller Mitarbeiter*innen mit ein. Das Ganztagsangebot von uns als Träger sind generationsübergreifende Lebens- und Kommunikationsorte. Alle Kinder im Umfeld der Schule werden unabhängig von Leistung, kulturellem und sozialem Hintergrund oder Handicap aufgenommen und willkommen geheißen.

 

3.2 Pädagogische Ziele

Im Vordergrund unserer pädagogischen Arbeit liegen das gemeinschaftliche Lernen, Leben und Spielen der Kinder. Sie sollen Akzeptanz anderen Kindern gegenüber entwickeln und in einem gemeinschaftlichen Leben miteinander zurechtkommen. Unter Beachtung der Individualität der einzelnen Kinder, fördern wir die sozialen Kompetenzen in den verschiedenen Bereichen. Ebenso ist die Vernetzung zwischen Schule und Ganztag sowie anderen Trägern und Organisationen, Jugendamt und Jugendhilfe ein wichtiger Bestandteil unseres Alltags. Die Betreuung dient dazu, das Kind individuell zu fördern und zu stärken. Dabei werden Regeln beim Spiel, beim Mittagessen, bei der Erledigung von Hausaufgaben und in den spezifisch pädagogischen Angeboten eingeübt und auf deren Einhaltung geachtet. Die Kinder erfahren Akzeptanz, werden ernst genommen und entscheiden über gemeinsame Regeln, den Rahmen sowie die Struktur des Ganztages mit. Sie werden in ihrer Selbständigkeit gestärkt und nehmen an gemeinsamen Planungen und Unternehmungen im Alltag sowie in der Ferienbetreuung teil. Sie lernen, Verantwortung zu übernehmen, und erfahren ein hohes Maß an Gleichberechtigung und Partizipation.

 

3.3 Sechs Säulen

Wir als Träger zeichnen uns durch sechs Säulen aus, die in unserem Ganztag umgesetzt werden und unser Leitbild unterstützen. Diese Säulen verstehen wir als Eckpfeiler unserer pädagogischen Arbeit und ihrer Weiterentwicklung.

 

3.3.1 Bildung

Durch die unterschiedlichen Angebote im Nachmittagsbereich unterstützen wir die Stärken und Neigungen der Kinder und bieten verschiedene Möglichkeiten, diesen nachzugehen. Der Ganztag ist ein Ort des Lebens und Lernens, der die Kinder in ihrer gesamten Entwicklung fördert. Durch feste Bezugspersonen, Gruppenzugehörigkeit und einen strukturierten Tagesablauf erhalten die Kinder Orientierungshilfe und Sicherheit. Um die schulische Entwicklung der Kinder gezielt in die pädagogische Arbeit zu integrieren, ist eine enge Kooperation mit der Schule (Klassenlehrer*innen, Schulleitung) von großer Bedeutung. Ebenso können Vereine und weitere Akteur*innen aus dem sozialen Umfeld mit spezifischen Angeboten den Nachmittag bereichern und ihn spannend, lehrreich, aktiv und abwechslungsreich gestalten.

 

Soziale Bildung

Die Kinder leben, lernen, arbeiten und spielen in Gruppen. Damit das Miteinander gut funktioniert und in Situationen, in denen Konflikte auftreten, auch das Streiten gelingt, sind Regeln der Gemeinschaft unerlässlich. Die Regeln werden mit den Kindern partizipativ erarbeitet. Dadurch lernen die Kinder, ihre Konflikte gewaltfrei zu lösen. Sozial kompetente Kinder…

  • … erkennen ihre eigenen Bedürfnisse und akzeptieren die der
  • … handeln selbständig und
  • … halten Regeln und Ordnungsformen
  • … knüpfen soziale Kontakte – auch gruppen- und klassenübergreifend.
  • … lassen andere Kinder an ihren Aktivitäten
  • … nehmen auf andere Rücksicht und helfen sich
  • … verhalten sich angemessen bei Konflikten und klären diese selbständig.
  • … wissen, dass jedes Kind anders ist und grenzen andere Kinder nicht
  • … kennen und akzeptieren die wichtigen Werte unserer

 

 

Emotionale Bildung

Die Persönlichkeitsstärkung der Kinder findet in erster Linie durch die individuelle Förderung statt. Hierdurch versuchen wir, das Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl des einzelnen Kindes aufzubauen. Emotional kompetente Kinder…

  • …freuen sich über ihre Erfolge, können aber auch mit Misserfolgen angemessen
  • …sind sich ihrer eigenen Gefühle bewusst und können diese
  • …können die Gefühle anderer erkennen und
 
 

Sprachliche Bildung

Sprachbildung findet im täglichen Miteinander und bei allen unseren Aktionen mit den Kindern statt. Kinder sollen Sprache als eine wichtige Ausdrucksform erfahren, um sich mit anderen verständigen zu können. Sprachlich kompetente Kinder…

  • …haben einen umfangreichen Wortschatz und beherrschen die
  • …haben Interesse und Freude an
  • …können ihre Bedürfnisse sprachlich benennen.
 
 

Motorische Bildung

Die motorische Kompetenz wird durch vielfältige Sport- und Bewegungsangebote gefördert. Durch unsere Beobachtungen können wir motorisches Entwicklungspotenzial erkennen und entsprechend unseren Möglichkeiten unterstützend handeln. Motorisch kompetente Kinder…

  • …haben Freude an
  • …haben durch positive Bewegungserfahrungen ein starkes
  • …erlernen durch die gemeinsamen sportlichen Aktivitäten ein hohes Maß an

             Teamfähigkeit und Rücksichtnahme.

  • …können ihre eigenen Grenzen einschätzen.
 
 

Kreative Bildung

Kreative Kompetenzen fördern wir durch vielseitige Projekte und gezielten Materialzusatz.

Kreativ kompetente Kinder…

  • …kennen verschiedene Materialien, Methoden und
  • …sind neugierig, Neues zu erfahren und
  • …können nach ihren eigenen Vorstellungen
 
 

Lern- und Leistungsverhalten

Für den Schul- und Bildungserfolg eines Kindes spielen die oben genannten Kompetenzen eine wichtige Rolle. Lern- und leistungskompetente Kinder…

  • …achten sorgfältig auf ihr Arbeitsmaterial und ihren
  • …erledigen ihre Aufgaben selbständig.
  • …lassen sich auch von schwierigen Aufgaben nicht
  • …sind in der Lage, sich bei Problemen angemessen Hilfe zu
  • …bieten anderen Kindern ihre Hilfe
 
 

3.3.2 Qualität

Neben der regelmäßigen Teilnahme unserer engagierten Mitarbeiter*innen an Fort- und Weiterbildungen bei unserem Kooperationspartner akanova sichern wir unseren hohen pädagogischen Qualitätsstandard durch regelmäßige Evaluationen und die Zusammenarbeit mit Fachexpert*innen sowie durch ein ganzheitliches Qualitätsmanagement, welches Kinder, Eltern und Mitarbeiter*innen partizipativ einbezieht. Mit der Festsetzung sowie der stetigen Überprüfung und Weiterentwicklung unserer Qualitätsstandards stellen wir die Qualität in dem Ganztag sicher. Unsere pädagogische Konzeption dient dabei als Grundlage unseres pädagogischen Handelns.

Mit unserem transparenten Beschwerdemanagement laden wir Kinder, Mitarbeiter*innen und Eltern ein, sich jederzeit mit konstruktivem Feedback an uns zu wenden, welches wir als Anlass nehmen, unsere Qualität stetig zu verbessern.

 

#richtiggutequalität durch Professionalisierung

Regelmäßig stattfindende Leitungskonferenzen dienen darüber hinaus als Austauschplattform und zur Vermittlung und Reflexion pädagogischer Themen. Im regelmäßigen Austausch mit der Geschäftsführung bearbeiten wir gemeinsam alle relevanten und aktuellen Themen und tragen somit zur stetigen Qualitätsentwicklung bei.

 

#richtigguteweiterbildung durch unseren Kooperationspartner akanova

Durch die umfangreichen Fortbildungsangebote unseres Kooperationspartners akanova bilden sich unsere pädagogischen Mitarbeiter*innen regelmäßig in den Bereichen Pädagogik, Gesundheitsmanagement, Persönlichkeit und Beruf weiter. Erweitert wird das Angebot speziell für unsere Leitungen in Themen rund um Führung und Verwaltung. Unterstützend können Supervisionen und Inhouse-Schulungen in Anspruch genommen werden. Eine regelmäßige Abfrage zu gewünschten und benötigten Weiterbildungsthemen macht es uns gemeinsam mit akanova möglich, unser Fort- und Weiterbildungsangebot individuell auf die Bedarfe unserer Ganztagsstandorte anzupassen.

Mit gezielten Programmen zur Professionalisierung von Fachkräften, wie bspw. der Qualifizierung von Quereinsteiger*innen, stellen wir uns dem Fachkräftemangel entgegen und sorgen damit für einen gesicherten Fachkraft-Kind-Schlüssel in unseren Standorten.

 

#richtiggutesunternehmen

Unsere Unternehmensstruktur bietet eine Vielzahl an Fachabteilungen, welche die Standorte mit ihrer jeweiligen Expertise unterstützen. Unsere Kinderschutzexpert*innen beraten individuell und schulen regelmäßig in Themen rund um den Kinderschutz. Unser Kinderschutzkonzept ist ein lebendiges Dokument, das stetig evaluiert wird.

 

Das Wichtigste auf einen Blick:

  • Jährliche Zufriedenheitsumfragen für Familien & Mitarbeiter*innen als konstruktives Feedback zur Weiterentwicklung unserer Qualität
  • Transparentes Beschwerdemanagement für Kinder, Familien & Mitarbeiter*innen
  • Bedürfnisorientiertes & praxisnahes Programm unseres Kooperationspartners akanova mit Weiterbildungsmöglichkeiten für alle Mitarbeiter*innen
  • Fachabteilungen unterstützen mit Expertise und Verwaltungsaufgaben
  • Vollumfängliches Einarbeitungskonzept
 
 

3.3.3 Ernährung

Stepke kocht in seinen KiTas täglich saisonal und frisch, um eine gesunde Ernährung der Kinder zu fördern. Für den Ganztagsbereich liefern wir dieses Essen täglich frisch an oder kochen standortbezogen vor Ort. Dabei legen wir besonderen Wert auf eine einladende und ästhetische Tischkultur. Die Kinder werden aktiv in die Vorbereitungen zum Essen einbezogen wie z.B. beim Tisch decken, was ihre Selbstständigkeit unterstützt.

Die Kinder werden partizipativ in die Weiterentwicklung des Speiseplans einbezogen und haben die Möglichkeit, über Wunschessen abzustimmen. Darüber hinaus werden die Kinder dazu ermutigt, aktiv die Essensqualität zu bewerten. Durch regelmäßige Abstimmungen können sie ihre Meinung äußern und zur Gestaltung eines kindgerechten Speiseplans beitragen. Die Zubereitung des Nachmittagssnacks ist als pädagogisches Angebot integriert, sodass die Kinder selbst dabei mitwirken können. Zudem gibt es regelmäßige Koch- und Backangebote, die das Bewusstsein für gesunde Ernährung spielerisch stärken.

Die Stepke-Küche bietet täglich ein warmes Mittagessen und einen gesunden Nachmittagssnack an. Wir stellen stets eine vegetarische Alternative zur Verfügung und verzichten bewusst auf Schweinefleisch. Darüber hinaus berücksichtigen wir individuelle Allergien und Unverträglichkeiten der Kinder. Nachhaltigkeit ist uns besonders wichtig – daher setzen wir bevorzugt auf saisonale und regionale Lebensmittel.

 

#richtigguteernährung

Durch die Zusammenarbeit mit lokalen Lieferant*innen ist es uns möglich, saisonale, frische und qualitativ hochwertige Produkte zu verwenden und den Kindern die Vielseitigkeit der lokalen Küche zu präsentieren. Dies spiegelt sich auch in unserem saisonalen Speiseplan wider, der wöchentlich wechselt. Dabei gibt es pro Wochentag einen variierenden Ernährungsschwerpunkt. Wir unterscheiden zwischen einem Speiseplan für die Sommermonate und für die Wintermonate.

Unsere Speisen werden so zubereitet, dass der natürliche Geschmack erhalten bleibt. Dazu verzichten wir auf zusätzliche Süßstoffe und Geschmacksverstärker. Wir verwenden zudem Vollkornprodukte, Gemüse, Kräuter, Früchte, natürliche pflanzliche Fette und Milchprodukte. Fleisch, Fisch und Eier verarbeiten wir nur in geringen Mengen. Ebenfalls verwenden wir bei der Zubereitung unserer Gerichte wenig Zucker und Salz. Backwaren wie Brote, Gebäck und Kuchen stellen wir in unseren Stepke-Küchen selbst her.

 

Essgewohnheiten und Tischkultur

Uns ist es sehr wichtig, den Kindern ein positives Esserlebnis zu bieten und sie bei der Entwicklung gesunder Essgewohnheiten zu unterstützen. Rituale oder bestimmte wiederkehrende Abläufe signalisieren den Kindern die Essenszeit. Kurz vor Beginn der Mahlzeit kann z. B. ein Gong oder bestimmte Musik erklingen; auch ein Tischspruch oder ein Lied in deutscher oder englischer Sprache können die Mahlzeiten ankündigen. Um eine sinnliche und genussvolle Esskultur zu unterstützen, wird der Esstisch gemeinsam mit den Kindern gedeckt und dekoriert.

 

Das Wichtigste auf einen Blick

 

  • Täglich eine frisch zubereitete Mahlzeit aus der eigenen Stepke-Küche/Lieferküche/Lieferant*innen und ein Nachmittagssnack
  • Aktive Beteiligung mit Wunschessen
  • Wöchentlich wechselnder, saisonaler Speiseplan inkl. variierendem Ernährungsschwerpunkt pro Wochentag
  • Vegetarische Alternative zu Fleisch- und Fischgerichten
  • Bereitstellung von frischem, regionalem Obst und Gemüse
  • 40% Bioanteil inkl. Bio-Fleischanteil
  • Eigenherstellung von Backwaren (Brote, Gebäck, Kuchen)
  • Rücksichtnahme auf individuelle Ernährungsbedürfnisse aufgrund von z. B. Allergien und Unverträglichkeiten
  • Reduzierter Zucker- und Salzgehalt
  • Erfüllung der Kriterien der Deutschen Gesellschaft für Ernährung

 

 

3.3.4 Projekte

Unsere Projekte bieten den Kindern eine große Auswahl an Aktivitäten, die sich an ihren Bedürfnissen sowie Interessen orientieren und verschiedene Kompetenzen fördern. Der Ganztag bietet den Kindern vielfältige Lern- und Erfahrungsräume. Dazu gehören unter anderem kreative und sportliche Angebote, Projekte, Arbeitsgemeinschaften sowie ein abwechslungsreiches Ferienprogramm.

 

3.3.5 Natur

Wir legen großen Wert auf Naturerlebnisse, Umweltschutz und Nachhaltigkeit. Regelmäßig stattfindende Ausflüge in Naturräume sind ein fester Bestandteil unseres Konzepts. Wir fördern das Umweltbewusstsein bei Kindern u. a. durch Ausflüge und Projekte. Hier haben die Kinder die Möglichkeit, ihre Freizeit aktiv mitzugestalten, zu forschen und zu experimentieren. Dabei entwickeln sie ein Verständnis für den respektvollen Umgang mit unserer Umwelt.

 

Förderung von Kreativität und Nachhaltigkeit

Durch den Umgang mit Naturmaterialien entfaltet sich die Kreativität der Kinder, während sie unterschiedliche Spielideen entwickeln. Ob beim Gestalten mit Steinen, Ästen oder Blättern – der direkte Kontakt mit natürlichen Materialien regt die Fantasie an und fördert das kreative Denken.

 

Nachhaltigkeit und Umweltschutz in der Praxis

Der Umgang mit Umwelt- und Klimafragen ist uns ein besonderes Anliegen, daher legen wir großen Wert auf Umweltschutz und Nachhaltigkeit. Durch Projekte zu Mülltrennung und Recycling vermitteln wir den Kindern schon früh, wie sie aktiv zum Schutz der Umwelt beitragen können. Diese Projekte dienen nicht nur dazu, die Umweltbelastung zu reduzieren, sondern auch dazu, den Kindern ein Bewusstsein für ihre Umwelt zu vermitteln und sie zu aktiven Gestalter*innen einer nachhaltigen Zukunft zu machen.

 

Naturerlebnisse außerhalb und auf dem Schulhof

Regelmäßig verbringen wir Zeit außerhalb der Schule, um den Kindern neue Naturerfahrungen zu ermöglichen. Ob im Wald oder bei der Entdeckung eines neuen Parks – Ausflüge vertiefen das Wissen und die Wertschätzung für die Natur. Zudem nutzen die Kinder den Schulhof täglich, um die Natur hautnah zu erleben und ihre motorischen sowie sozialen Fähigkeiten in angeleiteten und begleiteten Aktivitäten weiterzuentwickeln.

 

Reflexion und kreative Weiterarbeit

Das Erlebte und Gefundene während der Naturerfahrungen wird gemeinsam reflektiert und weiter erforscht. Die Kinder haben dadurch die Möglichkeit, ihre Erlebnisse untereinander und mit anderen zu teilen und zu verarbeiten – sei es durch Zeichnungen, Gespräche oder kreative Projekte. Diese Reflexion fördert das Bewusstsein für die Bedeutung der Natur und die Entwicklung eines respektvollen Umgangs mit unserer Umwelt.

 

3.3.6 Räume

Die Räume sollen die Kinder zum Entdecken, Bewegen, Experimentieren und Ausruhen einladen. Unsere Räume ermöglichen sowohl eine gruppenbezogene als auch eine teiloffene Raumnutzung. Dies ermöglicht den Kindern, sich entsprechend ihrer Interessen frei zu entfalten und aktiv an der Gestaltung ihrer Umgebung mitzuwirken. Die zur Verfügung stehenden Räume werden bedarfsgerecht und multifunktional genutzt, um unterschiedliche Bildungs- und Freizeitangebote zu ermöglichen. Ebenso kommt dem Schulhof als Bewegungs-, Spiel- und Erfahrungsraum eine besondere Bedeutung zu.

  • Räume mit vielfältigen Spiel- und Lernmöglichkeiten
  • Funktionsräume
  • Sporthalle für aktive Bewegungserlebnisse
  • Ruhebereiche für alle Kinder
  • Schulhof und Sozialraum mit kreativen Spielgeräten und natürlicher Umgebung zum Bewegen, Entdecken und Erforschen

 

Partizipation ist ein zentraler Bestandteil unserer pädagogischen Arbeit. Die Kinder wählen ihre Aktivitäten und Spielbereiche selbst aus und profitieren von einer multifunktionalen, dem Standort angepassten Raumgestaltung, die auf ihre Bedürfnisse abgestimmt ist. Entsprechende Möbel schaffen eine wandelbare Umgebung, in der die Kinder aktiv zur Gestaltung der Räume beitragen können. Auf dem Schulhof und in dem Sozialraum auf Ausflügen entdecken die Kinder spielerisch die Natur, sammeln Bewegungserfahrungen und begeben sich auf Abenteuer. Um eine angenehme und anregende Atmosphäre zu schaffen, setzen wir auf ein harmonisch abgestimmtes, natürliches Farbkonzept, sofern dieses an den Standorten umgesetzt werden kann.

 

3.4 Zehn Bildungsbereiche

Die Bildungsgrundsätze dienen als Leitfaden, der unsere tägliche Arbeit begleitet und unterstützt. Die Kinder stehen im Mittelpunkt, weshalb diese Bildungsgrundsätze die individuellen Bedürfnisse und Kompetenzen der Kinder im Blick haben und Ausgangspunkt unseres pädagogischen Handelns sein sollen. Das Kind entwickelt seine Fähigkeiten durch die Auseinandersetzung mit sich selbst, mit anderen und der Welt in verschiedenen Dimensionen. Kinder eignen sich allgemeine Basiskompetenzen in Beziehung zu ihrer Lebenswelt an. Man unterscheidet hier zwischen Selbst-, Sozial-, Sach- und Methodenkompetenz. Die Kinder stehen mit ihren Stärken und Basiskompetenzen im Mittelpunkt. Die dargestellten Bildungsbereiche bieten Anregungen und Impulse, um Kindern interessenbezogene und individuelle Erfahrungsprozesse zu ermöglichen. Kinder entwickeln sich individuell und bringen unterschiedliche körperliche, kognitive und sozial-emotionale Voraussetzungen mit. Selbst-, Sozial-, sowie Sach- und Methodenkompetenz werden nicht als unabhängige Entwicklungsbereiche betrachtet. Häufig können mit einer Aktivität verschiedene Bildungsbereiche und Kompetenzen gefördert werden. Die sprachlichen Bildungsprozesse haben eine besondere und übergeordnete Bedeutung und betreffen alle Bildungsbereiche.

 

3.4.1 Bewegung

Das „Herzstück“ unserer pädagogischen Arbeit richtet sich schwerpunktmäßig auf die Bewegungserziehung, denn mit der Vermittlung von Bewegungsfreude kann man nicht früh genug beginnen. Wir geben den Kindern für ihre natürlichen Bewegungsbedürfnisse, orientiert an ihren Stärken und Schwächen, täglich vielfältige Möglichkeiten, Raum und Zeit. Gerne nutzen wir auch externe Anbieter mit besonderen Angeboten und richten uns nach den Wünschen der Kinder.

 

3.4.2 Körper, Gesundheit und Ernährung

Dieser Bildungsbereich bietet in Verbindung mit Bewegung große Chancen, Kinder an ein gesundheitsbewusstes Verhalten heranzuführen. Wir geben den Kindern eine anregungsreiche Umgebung und Materialien, um ihren eigenen Körper wahrzunehmen und kennenzulernen. Sie entwickeln ihr Selbstkonzept sowie ihre Identität und gewinnen dadurch Vertrauen in ihre eigenen Fähigkeiten. Die ganzheitliche Gesundheitsbildung erfahren die Kinder, indem wir ihnen die Regeln der Hygiene vermitteln, wie Hände waschen, Taschentücher verwenden, witterungsgerechte Kleidung anziehen usw. Dazu gehören auch präventive Maßnahmen, wie z.B. Unfälle verhindert werden können oder Erste Hilfe geleistet wird.

 

3.4.3 Kommunikation und Sprache

Die Sprachbildung eines Kindes ist von einer Vielzahl von Faktoren abhängig. Sie steht in Zusammenhang mit der Lebenswelt des Kindes, den Beziehungen zu anderen Menschen, der Wahrnehmung und letztendlich mit der ganzheitlichen Entwicklung. In unserem Ganztag arbeiten wir nach den Grundsätzen der alltagsintegrierten Sprachbildung.

 

3.4.4 Soziale, kulturelle und interkulturelle Bildung

Soziale Beziehungen sind die elementare Voraussetzung eines jeden Bildungsprozesses. Wir als Team begleiten diesen Prozess, geben den Kindern Sicherheit, leisten Hilfestellung und Unterstützung. Der Ansatz des teil-/offenen Konzeptes beinhaltet für uns eine offene und wertschätzende Haltung gegenüber anderen Kulturen, Lebensstilen und Wertvorstellungen. Unser Ziel ist es, dass die Kinder ein positives Weltbild entwickeln und sich anderen Kindern und Erwachsenen offen zuwenden.

 

3.4.5 Musisch und ästhetische Bildung

Musik, Rhythmik, Sprache und Bewegung gehören untrennbar zusammen. Musik ist eine sinnliche Sprache des Menschen und ein wesentlicher Bereich der ästhetischen Bildung. Durch das gemeinsame Singen und Musizieren fördern wir die sinnliche Wahrnehmung und Freude.

 

3.4.6 Religion und Ethik

Ein wichtiger Aspekt unserer Arbeit ist das Respektieren religiöser Werte im täglichen Handeln und das Erfassen von Sinneszusammenhängen, die das „Ganze“ der Welt erschließen. Stepke als Träger ist konfessionsneutral und begegnet allen Religionen, Festen, Ritualen usw. gleichermaßen.

 

3.4.7 Mathematische Bildung

Unsere Welt steckt voller Mathematik und die Kinder erleben diese in vielen verschiedenen Alltagssituationen. Beim Klettern und Toben erfahren Kinder räumliche Perspektiven. Auch im Bereich der Musik entdecken sie erste mathematische Strukturen bspw. durch Klatschen Rhythmen oder das Wiederholen von Mustern. Wir fördern damit die Kinder spielerisch und unbewusst außerhalb des Unterrichts in vorbereiteten Umgebungen und Aktionen.

 

3.4.8 Naturwissenschaftlich-technische Bildung

Kinder entdecken durch Begegnungen mit der Natur Zusammenhänge und sie beginnen, sie einzuordnen und zu verstehen. Sie bekommen ausreichend Gelegenheit, selbstständig zu forschen, Erfahrungen zu sammeln und sich kreativ mit Fragestellungen auseinanderzusetzen. Naturwissenschaftliches Lernen kann in vielen Alltagssituationen aufgegriffen werden, z. B. beim kreativen Gestalten mit Naturmaterialien, in Projekten, beim täglichen Spielen und Bewegen auf den Schulhöfen und im Sozialraum.

 

3.4.9 Ökologische Bildung

Im Vordergrund der ökologischen Bildung steht der achtsame Umgang mit den natürlichen Ressourcen. Dazu benötigen die Kinder Erwachsene als Vorbild, die ihnen den Umweltschutz und praktische Projekte nahebringen, die in kleinen Schritten an den bewussten Umgang, z. B. mit Wasser, Energie und Abfalltrennung, heranführen.

 

3.4.10 Medien

Damit sich die Kinder spielend und gestaltend entwickeln können, bieten wir eine anregungsreiche Umgebung mit unterschiedlichen Medien (Bücher, Toni Box, Projektoren, Tablets, etc. …). Grundsätzlich stehen wir in unseren Einrichtungen dem Einsatz digitaler Medien offen gegenüber und begleiten, sensibilisieren die Kinder zu einem bewussten und selbstkritischen Umgang.

 

4. Pädagogische Arbeit im Ganztag

4.1 Exemplarischer Tagesablauf  (Normalbetrieb)

 

Montag     Dienstag       Mittwoch      Donnerstag        Freitag

07:00-09:00 Uhr

Frühbetreuung
Frühstück

11:30-13:30 Uhr

gesicherter Halbtag (11.30 – 13.30 Uhr )
und Freispiel, Abholphase und Mittagsessen
Hausaufgabenbetreuung, Zeit für Ruhephase, AGs. Projekte und Spiel

13:30-16:00 Uhr

Hausaufgabenzeit/Snack/Freispiel/ zeit für Projekte, AGs und Bewegung 

(In den Ferien bieten wir Betreuung von 8.00 – 16.00 Uhr an.)

 

4.2 Freispiel

Das Freispiel hat im Ganztag einen hohen Stellenwert. Im Freispiel können die Kinder ihren eigenen Interessen nachgehen und dabei ihre Spielpartner*innen selbst wählen. Es gibt viele Möglichkeiten, die vorhandenen Spielmaterialien, Medien, Räume und das Gelände des Ganztages spielerisch zu nutzen. Die Mitarbeiter*innen stehen als Ansprechpartner*innen zur Verfügung und sorgen für die entsprechenden Rahmenbedingungen, die die Fantasie der Kinder unterstützen. Sie greifen ins Geschehen ein, wenn es erforderlich ist, z. B. wenn Konflikte nicht selbst gelöst werden können und Kinder um Unterstützung bitten.

 

4.3 Hausaufgabenbetreuung

Die Mitarbeiter*innen des Ganztages unterstützen bei Bedarf und Ausfall die Hausaufgabenbetreuung. Sie sorgen für eine ruhige Arbeitsatmosphäre. Bei Unterstützungsbedarf einzelner Kinder arbeiten sie eng mit den Lehrkräften und Eltern zusammen. Der zeitliche Umfang pro Tag orientiert sich an der Ausbildungsordnung Grundschule (AO-GS NRW):

  • /2. Schuljahr: ca. 30 Minuten
  • /4. Schuljahr: ca. 45-60 Minuten

 

Die Kinder arbeiten in der Regel in fest eingeteilten Gruppen und verbleiben während der Hausaufgaben-/Lernzeit gemeinsam im Raum.

 

4.4 Mittagessen

Einen wesentlichen Bestandteil unseres Tagesablaufes im Ganztag stellt das gemeinsame Mittagessen dar. Es bietet den Kindern die Möglichkeit, sich vom anstrengenden Schulvormittag zu erholen, sich zu stärken und mit anderen Kindern, Betreuer*innen und auch Lehrer*innen, welche das Mittagessen begleiten, ins Gespräch zu kommen.

 

4.5 Angebot

Während der Freispielzeit finden täglich situationsorientierte Angebote aus verschiedenen Bereichen (kreativ, musisch, meditativ, künstlerisch, sportlich) statt, die von den Mitarbeiter*innen des Ganztages vorbereitet und durchgeführt werden.

 

4.6 AGs und Projekte

Der AG- und Projektbereich mit wechselnden Angeboten in den Bereichen Sport, Yoga, Lese- und Rechenförderung, Kreativität, Hauswirtschaft, etc. wird von den Mitarbeiter*innen des Ganztages vorbereitet, ggf. auch mit externen Anbietern organisiert und durchgeführt. Soweit sinnvoll, wird ein Projekt durch ehrenamtliches Engagement bereichert und gegebenenfalls auch durch Elternbeteiligung ergänzt. Grundsätzlich basieren die Projekte auf dem Entwicklungsstand und den Interessen der Kinder.

 

4.7 Inklusion

Als Träger stehen wir für Vielfalt und ein Zusammenleben in gegenseitiger Anerkennung. Unsere Pädagogik ist geprägt von Akzeptanz, Toleranz und Wertschätzung. Unsere Angebote sollen den jeweils individuellen Bedürfnissen der Kinder und ihrer Familien entsprechen und ihnen umfassende Teilhabe am Angebot der/des Schule/Ganztag ermöglichen. Im Ganztag werden auch Kinder mit Beeinträchtigungen betreut. Es ist uns wichtig, alle Kinder in ihrer Unterschiedlichkeit anzunehmen. Heilpädagogische Konzepte und Förderpläne ermöglichen bei einer guten Kooperation zwischen pädagogischen und therapeutischen Mitarbeiter*innen auch die Weiterführung der therapeutischen Inhalte und Methoden, wie Bewegungs- oder Sprachbildungsangebote, durch die pädagogischen Mitarbeiter*innen im Alltag des Ganztages.

Als Träger verfügen wir über ein inklusionspädagogisches Team, welches die Mitarbeiter*innen und Kinder im Ganztag bei Bedarf, Fragen etc. unterstützt.

 

4.8 Weiterentwicklung und Evaluation

Einmal im Jahr findet ein Teamtag statt. Inhalt ist hier neben konzeptionellem Arbeiten auch eine Reflexion über die Arbeit im Ganztag. Wir arbeiten stets an der Verbesserung der pädagogischen Qualität durch z. B. Fortbildungen oder Besprechungen. Einmal im Jahr werden die Eltern zur Zufriedenheit und ihren Wünschen befragt. Die Kinder können regelmäßig in den Besprechungen auf die pädagogische Arbeit in dem Ganztag Einfluss nehmen.

 

5. Kommunikation und Zusammenarbeit

 

5.1 Formen der Familienarbeit

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die gelebte Familienarbeit. Wir sind kompetente Gesprächspartner*innen in Fragen rund um den Ganztag und stellen einen regelmäßigen Kontakt mit allen Beteiligten sicher. Es gibt die „Tür- und Angelgespräche“, in denen, wenn nötig, kurzfristige, aktuelle Geschehnisse besprochen werden. Bei größeren Gesprächsanlässen finden Gespräche mit den Familien nach Terminabsprache statt. Durch Elternbriefe werden wichtige Informationen schriftlich weitergeleitet. Wir streben eine Mitarbeit der Familien bei Projekten und Feierlichkeiten an. Angedacht ist eine aktive Elternarbeit, in der eine tragfähige Basis zwischen den Familien und Mitarbeiter*innen gelebt wird, gekennzeichnet von gegenseitiger Wertschätzung, Akzeptanz und Vertrauen. Für die im Ganztag angemeldeten Kinder finden Kennenlern- und Aufnahmegespräche im Zusammenhang mit der Unterzeichnung der Vertragsunterlagen statt. Wir bieten Elterngespräche an, um die Familien über die Entwicklung ihres Kindes zu informieren. Dies geschieht je nach Bedarf oder auch auf Wunsch an den offiziellen Elternsprechtagen der Schule. Bei Bedarf finden themenbezogene Elternabende statt. Im Laufe des Schuljahres laden wir die Familien zum gemütlichen Beisammensein im Rahmen eines Festes oder eines gemeinsamen Frühstücks oder Kaffeetrinkens ein.

 

5.2 Teamarbeit

Für die gruppenübergreifende Arbeit ist es Voraussetzung, dass das Team konstruktiv und offen miteinander arbeitet. Nur dann kann ein guter Informationsfluss über die Kinder, die Bedürfnisse und Ereignisse stattfinden. In einer vertrauensvollen und offenen Zusammenarbeit werden pädagogische Inhalte und Vorgehensweisen angesprochen, gemeinsam überprüft und hinterfragt. Die kritische Auseinandersetzung mit dem eigenen Verhalten und die damit verbundene Selbstreflexion sind ausdrücklich erwünscht. Das Team kommt in der Regel wöchentlich oder alle zwei Wochen zu einer Teamsitzung zusammen, um interne Abläufe wie Organisation, Aufgabenverteilung, etc. zu besprechen. Hier ist auch Raum für die Besprechung und den Austausch über pädagogische Interventionen für die Gesamtgruppe wie auch für Gespräche über einzelne Kinder (Fallbesprechung). Das Befinden und die Zusammenarbeit im Team werden regelmäßig thematisiert, um Transparenz, Effektivität und Zufriedenheit zu erhalten. Im Team werden Inhalte aus Fortbildungen an die Kolleg*innen weitergegeben. Ebenfalls werden pädagogische Themen, wie der Umgang mit bestimmten Bedürfnissen der Kinder und Förderungsmöglichkeiten, besprochen. Es finden standortübergreifende Fortbildungen statt.

 

5.3 Kommunikationsstrukturen zur Sicherung der Qualität

Die Entwicklung und Verbesserung der pädagogischen Arbeit gehört zum professionellen Selbstverständnis der Mitarbeiter*innen des Ganztages. Diesem Ziel dienen:

  • regelmäßige Teamsitzungen der Mitarbeiter*innen
  • regelmäßige Teamsitzungen der Standortleitungen
  • regelmäßiger Austausch mit den Lehrer*innen
  • regelmäßiger Austausch mit der Schulleitung/den Schulleitungen
  • Steigerung der Professionalität der Mitarbeiter*innen durch Fortbildungen
  • Veranstaltungen und Fortbildungen gemeinsam mit dem Lehrerkollegium und den Therapeut*innen
  • regelmäßige Elterngespräche
  • alle Mitarbeiter haben den Erste-Hilfe-Schein und können einwandfreie Führungszeugnisse vorweisen
  • Steuergruppen zu den Themen Ganztag, Inklusion und Gewaltprävention
 
 

6. Impressum

Step Kids Kitas gGmbH

Tauentzienstraße 13
10789 Berlin

Vertreten durch:
die Geschäftsführer Dr. Kurt Berlin und Johannes Nagel

Ansprechpartnerin:
Frauke Schittek
E-Mail:  info@stepke-ogs.de

Urheberrecht
Die durch den Herausgeber erstellten Inhalte des Ganztagskonzeptes unterliegen dem deutschen Urheberrecht. Die Vervielfältigung, Bearbeitung, Verbreitung und jede Art der Verwertung außerhalb der Grenzen des Urheberrechts bedürfen der schriftlichen Zustimmung des Herausgebers. Soweit Inhalte des Ganztagskonzeptes nicht vom Herausgeber erstellt wurden, werden die Urheberrechte Dritter beachtet. Insbesondere werden Inhalte Dritter als solche gekennzeichnet.

Bildrechte
Alle Bildrechte inkl. Grafiken liegen, sofern nicht anders angegeben, bei der Step Kids Kita gGmbH.

Berlin, 2026

Dieses Ganztagskonzept dient dem Wohle des Kindes in unseren Standorten.

Für alle weiteren Rückfragen melden Sie sich gerne telefonisch oder per Mail bei unserer Ansprechpartnerin.